Ich habe es mal wieder getan. Ich habe mir eine neue Kamera gegönnt. Nein, keine DSLR sondern eine Spiegellose. Und: Sie hat Propeller. Ja, richtig. Es ist eine Drohne bzw. ein Quadrokopter. Ich habe lange überlegt welches Modell es werden soll und bin schließlich bei einem Kompromiss zwischen Größe, Preis und Qualität, der DJI Mavic Air, hängen geblieben. Sie ist zwar nicht das neueste und beste Modell auf dem Markt, aber genügt mit 12 Megapixeln meinen Anforderungen und ist preislich auch noch im Rahmen.

Die DJI Mavic Air

Warum die Mavic Air?

Ganz kurz: Die „neue“ Mavic 2 Pro war mir zu teuer und von dem was ich gelesen habe, ist die Mavic Air der „alten“ Mavic Pro von der Qualität her etwas überlegen.

Den einzigen Nachteil, den ich anhand der Reviews erkennen konnte, war die Reichweite. Aber nach den ersten 5 Akkuladungen kann ich sagen, dass ich bislang noch keinen Aussetzer bei der Verbindung feststellen konnte. Ich muss allerdings zugeben, dass ich auch nicht höher als 100 m und nicht weiter als ca. 300 m geflogen bin, da ich die Drohne da schon nicht mehr ganz erkennen konnte.

Andere Hersteller habe ich mir ehrlich gesagt gar nicht angeschaut, da DJI offensichtlich der Marktführer ist und ich auf Funktion und einfache Bedienung wert gelegt habe. Die Zeiten in denen ich Flugmodelle oder auch Dronen selbst zusammengeschraubt habe sind vorbei 🙂

Wo darf ich denn überhaupt noch fliegen?

Tja, viele Leute sowohl in meinem Bekanntenkreis oder auch auf diversen Videoplattformen raten schon davon ab sich überhaupt noch eine Drohne zu kaufen, da man eh nirgendwo mehr fliegen darf. Das ist aber falsch. Klar ist man durch die aktuelle Gesetzeslage schon eingeschränkt, aber dennoch ist noch genügend Luftraum für uns Drohnenpiloten vorhanden. Außerdem muss es bei einem solchen Hobby, gerade wenn es populärer wird, Regeln und Gesetzte geben. Leider werden durch Leute, die sich nicht an diese Gesetze halten, immer strengere Regeln eingeführt. 

Gute Informationsmöglichkeiten zu den Regeln und Flugverbotszonen findet Ihr auf den folgenden Webseiten:

Der erste Flug

Etwas aufgeregt war ich ja schon. Den letzten Quadrokopter habe ich ziemlich unsanft auf einer Garage landen lassen und damit zerstört. Aber die Mavic Air hat ja unzählige Sensoren und GPS. Sollte also kein Problem sein 🙂 Also los gehts:

  • Akkus von der Mavic Air voll? – Check!
  • Akkus von der Fernsteuerung voll? – Check!
  • Handyakku voll? – Check!
  • Wetter passt? – Check!
  • Luftraum frei? – Check!

Na dann mal los! Aber bevor ich hier viel schreibe, habe ich direkt ein Video für Euch zusammen geschnitten 🙂

Wie Ihr im Video sehen könnt, kann man schon ohne viel Erfahrung ganz nette Kamerafahrten bzw. -bewegungen hinbekommen. Natürlich habe ich die Abschnitte des Videos herausgeschnitten, wo ich z.B. den Gimbal zu schnell bewegt habe.

Schon nach kurzer Zeit gewinnt man ein ordentliches Vertrauen der Technik gegenüber und wagt sich auch etwas weiter weg bzw. hoch. Wie gesagt, meine vorherige Drohne hatte kein GPS oder andere Sensoren und da war an einen kontrollierten Flug mit mehr als 30m Entfernung nicht mehr zu denken. Aber mit der Mavic Air kann man beruhigt die Hände von der Fernbedienung nehmen und sie bleibt wie angenagelt in der Luft stehen.

Fotografie mit der Drohne

Die Mavic Air is keine vollwertige, hochauflösende Kamera. Aber dafür eine gute Kamera mit der Möglichkeit zu tollen, neuen Perspektiven. Und wenn man mit der etwas geringeren Sensorempfindlichkeit, den „nur“ 12 Megapixeln und dem geringen Dynamikumfang zu recht kommt ist sie ein tolles Werkzeug.

Was mir allerdings recht schnell aufgefallen ist, ist das starke Rauschverhalten. Da bin ich mit meiner Nikon etwas verwöhnt. Sobald es nur etwas dunkler wird und man sich von ISO 100 wegbewegt, fangen die Bilder sehr stark an zu rauschen und man muss in der Bildbearbeitung schon recht stark gegensteuern. Aber seht selbst:

Gleesen
Sonnenuntergang

Aber es macht wirklich Spaß mit der Mavic Air zu fotografieren. Bekannte Ecken, an denen man schon hunderte Male war, werden auf einmal durch die neue Perspektive wieder Interessant. Und die Limitierungen durch die Gesetze kann man z.B. durch Zuschneiden der Bilder etwas kompensieren.

Im dem Bild unten z.B. wollte ich den aktuellen Baustand der Gleesener Schleuse fotografieren, muss mich aber 100m vom Dortmund Ems Kanal fernhalten, da es eine Bundeswasserstraße ist. Aber durch die erlaubte Höhe von 100m und etwas Beschnitt des Bildes konnte ich die Schleuse dennoch ganz passabel ablichten.

Schleuse Gleesen

Entscheidungshilfen

Und hier noch, wie versprochen, die Beiträge und Videos die mir bei meiner Entscheidung geholfen haben. Und ja ich habe auch die Farbe Rot gewählt um die Mavic Air mehr nach Spielzeug aussehen zu lassen 😉